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Mittwoch, 19. April 2017

Notched Noise Therapie mit mynoise oder tinnitracks?

Die Notched Noise Therapie beim tonalen Tinnitus, also einem Tinnitus, der seine Frequenz nicht oder nur unwesentlich ändert, ist in aller Munde und während die HNO-Fachverbände mit einer Beurteilung noch zögerlich sind, erstatten erste Krankenkassen bereits das Verfahren.

Aber welche Notched Noise Therapie ist die Richtige? Dabei fällt eine erste Auswahl nicht schwer, denn nur zwei der auf dem Markt befindlichen Notched Noise Therapieverfahren sind als Medizinprodukt in Deutschland zugelassen: die App tinnitracks von sonormed und die Download-Dateien von mynoise. Beide Verfahren filtern die Tinnitusfrequenz wie in den Studien von Pantev und Lugli beschrieben, aus einem breitfrequenten Grundgeräusch: tinnitracks aus geeigneter Musik und mynoise aus einem modifizierten braunen Rauschen oder Wasserplätschern. Zusätzlich hierzu werden bei mynoise die benachbarten Frequenzen angehoben, um den Hemmeffekt auf den Tinnitus zu verstärken.

Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile: tinnitracks wirbt damit, den Tinnitus mit eigener Musik zu therapieren, so dass hier ein gewisser Lifestyle-Effekt erzielt wird, mynoise setzt dagegen auf den Noiser-Effekt, d.h. das Grundgeräusch ist neutral und wird daher von der Hörverarbeitung relativ schnell unterdrückt, so dass die täglich mindestens zweistündige Behandlung nicht als störend empfunden, sondern kaum oder gar nicht wahrgenommen wird. Darüber hinaus ist bei der Behandlung mit Musik nur ein Tinnitus bis 8 kHz behandelbar, beim Rauschen/Plätschern lassen sich auch höhere Tinnitusfrequenzen noch therapieren. Auch der Preis ist unterschiedlich. Während sonormed auf ein Abo-Modell setzt, gibt es den Download der mynoise-Dateien für eine einmalige Bezahlung.

Einen Überblick über die Unterschiede gibt die folgende Tabelle:


Infos zu den beiden Verfahren finden sich auf den jeweiligen Webseiten der Anbieter:

http://www.mynoise.de/

http://www.tinnitracks.com/de

Donnerstag, 9. März 2017

Tinnitus und Stress


Stress und die damit verbundenen Verspanungen im Kiefer- und Nackenbereich sind eine der häufigsten Ursachen für Tinnitus, vor allem bei sonst hörgesunden jungen Menschen. Das liegt daran, dass die Hörverarbeitung, die letztlich entscheidet, ob ein Tinnitus stört oder nicht, bei Stress alle Geräusche verstärkt, statt sie zu filtern und damit eben auch den Tinnitus lauter macht.

Dadurch aber entsteht ein Teufelskreis aus Stress und Tinnitus, der im Laufe der Zeit immer weiter eskalieren kann und zu einer deutlichen Beeionträchtigung der Lebensqualität führt: Stress verursacht den Tinnitus, der Tinnitus verstärkt den Stress...

Was das für die Behandlung eines Tinnitus bedeutet und was das mit einem Hammer zu tun hat, erläutert Dr.Uso Walter in seiner Tinnitussprechstunden:



Und alle Infos zum Thema Tinnitus gibt es im kostenlosen E-Book "Chronischer Tinnitus - eine Gebrauchsanweisung" auf www.mynoise.de

Dienstag, 10. Januar 2017

Das Hörtraining Audiemus von mynoise erleichtert die Hörgeräteanpassung

Genauso wie man als Kind erst durch akustische Reize hören lernt, verlernt man es auch wieder mit zunehmender Schwerhörigkeit. Die Hörverarbeitung versucht nämlich, den Hörverlust auszugleichen und durch den damit verbundenen Verlust ihrer Filterfunktion kommt es häufig zu einer Geräuschüberempfindlichkeit.

Werden in dieser Situation Hörgeräte angepasst, kommt es zunächst zu einer doppelten Verstärkung durch die eigene Hörverarbeitung und das neue Hörgerät. Das wird oft als sehr unangenehm empfunden und führt nicht selten zum Abbruch der Anpassung oder zu den berühmten Hörgeräten in der Schublade statt im Ohr. 

Das muss allerdings nicht sein, denn der Lernprozess, der notwendig ist, um von den Hörgeräten rasch zu profitieren, lässt sich mit einem gezielten Hörtraining beschleunigen. Mynoise hat mit dem modularen Programm Audiemus ein solches Hörtrainig für die IAS (Individual Akustiker Service GmbH) entwickelt, mit dem Schwerhörige schon während des Anpassungsprozesses eine verbesserte Spracherkennung und Störschallunterdrückung lernen. Dabei wird durchgängig mit innovativem 3D-Sound gearbeitet, der ein realistisches akustisches Umfeld vermittelt und mit dem sich reale Hörsituationen im Sinne einer Virtual Reality simulieren lassen. 

Audiemus besteht aus acht aufeinander aufbauenden Modulen und wird als DVD mit Begleitheft ausgeliefert. Das Hörtraining ist bei allen Akustikern, die der IAS angeschlossen sind erhältlich: www.individualakustiker.de


Montag, 19. Dezember 2016

Warum ist eine Hörverbesserung bei Tinnitus so wichtig?

Hörgeräte haben immer noch nicht das beste Image und doch können sie gerade beim Tinnitus extrem hilfreich sein, da jeder Hörverlust mit einer Verstärkung des Tinnitus einhergeht. Daher kann in vielen Fällen sogar eine frühzeitige Versorgung mit einer Hörhilfe Sinn machen. Warum das so ist, zeigt der kleine Film von www.mynoise.de:


Mittwoch, 23. November 2016

Was hilft bei Tinnitus?

Gerade bei chronischen Erkrankungen wissen oft die Betroffenen besser als ihre Ärzte und Therapeuten, was wirklich hilft. In der Tinnitus-Sprechstunde geht es daher diesmal auch nicht um Aufklärung, Beratung und gute Tipps vom Doktor, sondern um konkrete Tipps von Tinnituspatienten. Damit sollen die Ressourcen, die bei vielen Patienten schlummern auch den anderen Betroffenen zugänglich gemacht werden und damit letztlich allen helfen.

Also jetzt Video ansehen und die Frage beantworten: Was hilft bei Tinnitus?


Montag, 14. November 2016

Notched-Noise-Therapie bei Tinnitus

Ob ein Tinnitus stört oder nicht entscheidet sich nicht im Ohr, sondern im Kopf. Hier, auf der Ebene der Hörverarbeitung, setzen auch die akustischen Tinnitustherapie-Verfahren an. Das wohl Bekannteste ist die Notched-Noise-Therapie. Wie sie funktioniert und wie man sie ganz einfach für sich nutzen kann, zeigt das folgende Video von mynoise:




Weitere Infos zur akustischen Tinnitustherapie: www.mynoise.de

Sonntag, 16. Oktober 2016

Stationäre Tinnitustherapie in der SchönKlinik Bad Arolsen



Mit einem quälenden Tinnitus zu leben, ist eine für viele Menschen kaum zu bewältigende Herausforderung. Hilflosigkeit, Verzweiflung und die existentielle Angst vor dem Verlust der Stille bringen sie nicht selten an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Gerade diese Menschen bedürfen einer intensiven und verständnisvollen Zuwendung des Arztes.

Wenn die ambulante Akuttherapie erfolglos war und die emotionale Belastung durch den quälenden Tinnitus unerträglich wird, drohen psychische und physische Begleiterkrankungen wie z.B. Schlafstörungen und Depressionen. Diese Situation sprengt in der Regel die ambulanten Therapiemöglichkeiten. Sie erfordert eine stationäre Behandlungsintensität, die den Teufelskreis aus Ohrgeräuschen, Stress und seelischer Belastung durchbricht.

Die SchönKlinik Bad Arolsen hat seit vielen Jahren einen Therapieschwerpunkt für schwer belastete Tinnituspatienten. Sie gehört zu den größten Kliniken, die Tinnitus mit ausgewiesener Expertise behandeln.

Das Team besteht aus HNO-Fachärzten, die neben einer sorgfältigen Untersuchung eine umfassende Diagnostik gewährleisten. Darüber hinaus vermitteln sie umfangreiche Informationen über die Entstehung des Tinnitus, die wissenschaftlichen Grundlagen und Zusammenhänge, sowie die therapeutischen Möglichkeiten.

Ziel ist es, die Patienten aus ihrer Not und Verzweiflung wieder in eine neu gewonnene Lebensqualität ohne Tinnitusleidensdruck zu führen.

Die intensive therapeutische Zuwendung zum Patienten ist ein wichtiges Element des Behandlungskonzeptes.

Psychologen und ärztliche Psychotherapeuten unterstützen dieses Therapiekonzept. Sie behandeln psychische Belastungen und Störungen, die oft mit einem quälenden Tinnitus einhergehen und integrieren verhaltenstherapeutische Ansätze. Außerdem werden gezielte berufsspezifische Problematiken, wie z.B. bei Lehrern und Führungskräften berücksichtigt.

Da der Tinnitus in den weitaus meisten Fällen mit Hörstörungen einhergeht, gehören auch Hörtherapeuten zum Team. Sie vermitteln mit ihrer in Bad Arolsen entwickelten, hörtherapeutischen Spezialausbildung umfangreiche Strategien zur Tinnitusbewältigung. Bei Geräuschüberempfindlichkeiten machen sie das Hören wieder als ein genussvolles Erlebnis erfahrbar.

Auch Stress spielt als unmittelbarer Auslöser des Tinnitus eine wichtige Rolle. Deshalb ergänzen Fachtherapeuten, die v.a. mit physiotherapeutischem Schwerpunkt zahlreiche Entspannungstechniken vermitteln, einüben und trainieren, das Behandlungsteam. Stressabbau und Stressregulation stehen im Fokus ihrer Therapie.

Neben Tinnitus sind auch die Geräuschüberempfindlichkeit und Schwindel verschiedene Schwindelformen Therapieschwerpunkte in der Schön-Klinik Bad Arolsen.

Erfahrungen und Rückmeldungen unserer Patienten sind im Netz unter www.klinikbewertungen.de nachzulesen. Weitere Informationen erhalten Sie u.a. auf unserer Homepage.


Dr. Bernadette Talartschik
HNO-Ärztin
Leitung HNO-Bereich der SchönKlinik BAD Arolsen,
Hofgarten 10
34454 Bad Arolsen