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Sonntag, 19. Mai 2019

Digitalisierung in der HNO-Heilkunde

Alle reden von Digitalisierung. Und auch auf der diesjährigen Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Kopf- und Halschirurgie in Berlin vom 30.Mai bis 01.Juni 2019 steht das Thema "Digitalisierung in der HNO-Heilkunde" ganz im Mittelpunkt. Dabei geht es um so verschiedene Aspekte wie digitale Hilfen im Operationssaal und in der Lehre, die Nutzung von Big Data, zum Beispiel bei genetischen Schwerhörigkeiten, die Rolle des Internets für Gesundheitsinformationen sowie medizinische Apps. Gerade das letzte Thema wird angesichts des neuen Gesetzentwurfs aus dem Hause Spahn hochbrisant: Ab 2020 sollen seriöse medizinische Apps wie die Kalmeda Tinnitus-App von den Krankenkassen bezahlt werden. Der Arzt schreibt sie dann einfach auf Rezept.





Und das wird auch zunehmend von den Ärzten als Fortschritt gesehen. So wird die Empfehlung von therapeutischen Apps bei Tinnitus in einer Umfrage des HNOnet NRW von den befragten Ärzten grundsätzlich befürwortet.


Ergebnisse einer Umfrage des HNOnet NRW bei seinen Mitgliedern
(2019, n=64)

Und die gute Nachricht ist: Auch jetzt gibt es die Tinnitus-App Kalmeda bereits für einige Versicherte auf Rezept: Der Selektivvertrag zwischen der BIG direkt gesund und dem HNOnet NRW ermöglicht die Erstattung der Kosten für die Behandlung mit der leitlinienbasierten, verhaltenstherapeutischen Tinnitus-App Kalmeda (https://www.hnonet-nrw.de/fuer-patienten/erkrankungen-und-therapien/tinnitus).


Mehr Infos zur Tinnitus-App Kalmeda gibt´s hier: www.kalmeda.de







Sonntag, 5. Mai 2019

Tinnitus-App auf Rezept

Die neuen europäischen Leitlinien zur Tinnitustherapie sind eindeutig: Alleine die kognitive Verhaltenstherapie zeigt in den Studien neben der Hörverbesserung bei gleichzeitiger Schwerhörigkeit eine hohe Wirksamkeit. Alle anderen angebotenen Tinnitusbehandlungen, wie Ginkokpräparate, Soundtherapien oder eine Tinnitus-Retraining-Therapie mit Noiser und Counselling, bringen keine nachhaltige Besserung.

Das Problem dabei: Bisher war eine kognitive Verhaltenstherapie für Tinnituspatienten nur schwer zu bekommen und häufig mit langen Wartezeiten verbunden. Das ändert sich jetzt: Mit der Kalmeda Tinnitus-App steht seit Anfang 2019 eine kognitive Verhaltenstherapie als mobile App zur Verfügung, die in einem mehrmonatigen Übugnsprogramm den Betroffenen zeigt, wie sie Ihren Tinnitus in den Griff bekommen und wieder mehr Ruhe in ihr Leben bringen.

Im Verlauf von fünf Leveln mit je neun Etappen lernen die Patienten, ihre Aufmerksamkeit von den Ohrgeräuschen wegzulenken, Entspannung in den Alltag zu integrieren und die inneren Einstellungen, die den Tinnitus verstärken, durch hilfreiche Einstellungen zu ersetzen, die ihn zunehmend unterdrücken. Denn ob ein Tinnitus stört oder nicht entscheidet sich nicht im Ohr, sondern im Kopf. Hier verstärkt die Hörverarbeitung wichtige und unterdrückt unwichtige Geräusche. Nimmt man den Tinnitus also besonders ernst und empfindet ihn als stark belastend, wird er von der Hörverarbeitung immer weiter verstärkt. Gelingt es einem im Laufe der Tinnitutherapie, selber wieder zur Ruhe zu kommen und den Tinnitus nicht mehr so wichtig zu nehmen, unterdrückt die Hörverarbeitung ihn.



Die Kalmeda Tinnitus-App zeigt daher Wege auf, wie man sich Entspannungs-, Achtsamkeits- und Akzeptanzziele setzt und diese auch auf unterbewusster, emotionaler Ebene verankert. Außerdem baut man sich im Verlauf des Übungsprogramms Hilfen auf, die einen bei der Zielerreichung unterstützen. Und das nicht nur beim Tinnitus. Auch, wer sich mehr bewegen oder gesünder ernähren will oder andere Beschwerden wie Schlaf- oder Angststörungen hat, erhält die Werkzeuge an die Hand, die er braucht, um seine Ziele zu erreichen. Daher ist es auch sinnvoll, die App auch nach erfolgreichem Durchlaufen des Übungsprogramms weiter zu nutzen.

Wie genau das funktioniert, zeigt der kurze Erklärfilm: https://vimeo.com/309425218

Da auch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen das Problem erkannt haben, erstatten die ersten Kassen die Kosten für die Behandlung. Als erste Gesetztliche Krankenkasse hat die BIG direkt gesund einen Selektivvertrag mit dem HNOnet NRW abgeschlossen, so dass jeder HNO-Arzt in Deutschland die App ganz einfach auf Rezept verordnen kann: https://www.hnonet-nrw.de/fuer-patienten/erkrankungen-und-therapien/tinnitus-app-auf-rezept. Und andere Krankenkassen folgen!

Eine aktuelle Liste der Kassen, die die Kalmeda Tinnitus-App erstatten gibt´s auf www.kalmeda.de

Und für die, deren Kasse noch nicht die Kosten erstattet, gibt´s auch eine gute Nachricht: Die App kostet nicht mehr als ein Coffee-to-go am Tag ;-)