Dieses Blog durchsuchen

Mittwoch, 6. November 2013

Neue akustische Therapieverfahren bei Tinnitus



Die Veränderung der zentralen Hörverarbeitung ist der wichtigste Therapiebaustein beim chronischen Tinnitus ( so genannte akustische Neuromodulation). Das Gehirn lernt dabei allmählich den Tinnitus zu unterdrücken bis er leiser und weniger störend wird oder im Idealfall sogar ganz verschwindet. Die wichtigsten Verfahren im Einzelnen:

·       Noiser: Ein neutrales Rauschen vermischt sich mit dem Tinnitus, so dass ein neutrales Gesamtgeräusch entsteht, das von der Hörverarbeitung im Gegensatz zum Tinnitus unterdrückt wird. Kurzfristig wird der Tinnitus durch den Ablenkungseffekt leiser. Langfristig lernt die Hörverarbeitung, den Tinnitus auch mit immer weniger Noiser-Rauschen zu unterdrücken, so dass sich der Noiser im Laufe der Zeit selbst überflüssig macht.

·       Notched noise-Therapie: Dabei wird zunächst die Tinnitusfrequenz bestimmt und dann aus einem Noiserrauschen oder auch Musik herausgeschnitten. Die Nervenfasern, die den Tinnitus ständig übertragen und dadurch zu einer Verfestigung des Tinnitus im Kopf führen, werden hierdurch entlastet.  

·       Coordinates reset stimulation: Durch die Verstärkung von Frequenzen, die dem Tinnitus direkt benachbart sind, wird dieser kurzfristig unterdrückt und die neuronale Übertragung des Tinnitus langfristig gehemmt.

Da es sich bei allen Verfahren um Lernprozesse handelt, sollte die Therapie im Idealfall mehrere Stunden täglich und über einen längeren Zeitraum erfolgen.
Ende 2013 kommt erstmals eine akustische Tinnitustherapie unter dem Namen „mynoise“ auf den Markt, die alle drei Verfahren kombiniert und als MP3-Datei auf CD erhältlich sein wird. 

Die Klangdateien werden dabei invdividuell nach einer Frequenzanalyse des Tinnitus im Internet erstellt und können auf alle mobilen Abspielgeräte kopiert werden.  (www.mynoise.de).


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen