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Donnerstag, 5. Dezember 2013

Wie funktioniert das Hören?



Das Ohr

Das Ohr unterteilt sich in das äußere Ohr mit Ohrmuschel und Gehörgang, das Mittelohr mit Trommelfell und den drei Gehörknöchelchen und das Innenohr mit der Hörschnecke und dem Gleichgewichtsorgan.


Das äußere Ohr dient der Aufnahme der Schallwellen und spielt durch die Lage und Form der Ohrmuscheln eine wichtige Rolle beim Richtungshören. Im Gehörgang werden darüber hinaus bereits bestimmte Frequenzen durch Resonanz verstärkt. Das äußere Ohr endet am Trommelfell.

Das Mittelohr nimmt die Schallwellen über das Trommelfell auf und leitet sie über die drei Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel zum Innenohr. Über die Hebelwirkung der Gehörknöchelchen wird der Schall dabei verstärkt. Das Mittelohr ist lufthaltig. Da über die Mittelohrschleimhaut aus physikalischen Gründen ständig Luft resorbiert wird, muss beim Schlucken, Kauen oder Sprechen ein regelmäßiger Druckausgleich über die Ohrtrompete vom Nasenrachen aus stattfinden, damit kein Unterdruck entsteht.

Das flüssigkeitsgefüllte Innenohr besteht neben der Hörschnecke auch aus dem Gleichgewichtsorgan. In der Hörschnecke werden die Schallwellen von der Basis zur Spitze weitergeleitet. Je nach Frequenz erreichen die sie dabei an einer bestimmten Stelle der Hörschnecke ein Maximum und reizen dort die inneren und äußeren Haarzellen, die den mechanischen Impuls der Welle in einen elektrischen Reiz umwandeln, der dann an den Hörnerven weitergeleitet wird.


Die Aufgabe des Ohres besteht in der Aufnahme, Verstärkung  und Sortierung der Schallreize.


Der Hör- und Gleichgewichtsnerv

Über den Hör- und Gleichgewichtsnerven werden die ankommenden Signale zur zentralen Hörverarbeitung ins Gehirn weitergeleitet.


Die zentrale Hörverarbeitung

Im Gehirn werden die ankommenden Signale verarbeitet und mit Informationen aus anderen Gehirnteilen verknüpft. Unter anderem kommt es dabei zu einer Sortierung von wichtigen und unwichtigen Informationen. Wichtige akustische Informationen, vor allem Sprachreize und Alarmsignale, werden verstärkt und dadurch bewusst wahrgenommen, unwichtige, wie Vogelgezwitscher, werden unterdrückt. Dieser unbewusst und reflektorisch ablaufende Prozess dient dazu, das Großhirn zu entlasten und möglichst schnell auf gefährliche Situationen reagieren zu können.

In gewissem Umfang besteht auch die Möglichkeit, die akustische  Verarbeitung durch Lenkung der Aufmerksamkeit zu beeinflussen oder die Verstärkung oder Unterdrückung bestimmter Geräusche zu erlernen.


Die Aufgabe der Hörverarbeitung besteht darin, wichtige akustische Reize zu verstärken und unwichtige zu unterdrücken.



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