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Samstag, 13. Dezember 2014

Wellenrauschen gegen den Tinnitus

Mit Wellenrauschen gegen den Tinnitus
Eine ständige, möglichst natürliche Geräuschkulisse ist ein wichtiger Bestandteil jeder Tinnitustherapie. Besonders schöne und vielfältige Geräusche bietet die Web-Seite http://www.noisli.com/ . Hier lassen sich verschiedene Naturgeräusche wie Wellenrauschen, Regen oder Vogelzwitschern, aber auch Zivilisationsgeräusche wie ein belebtes Café oder eine befahrene Straße abrufen und sogar miteinander kombinieren. Auch eine App für iPhones steht zum download bereit.

Fazit: Unbedingt empfehlenswert!


Donnerstag, 4. Dezember 2014

Neue Therapie bei Kiefergelenksproblemen



Tinnitus und Kiefergelenksprobleme

 

Tinnitus wird vor allem bei jüngeren und hörgesunden Patienten in vielen Fällen durch Bruxismus und CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) ausgelöst oder veschlimmert. Die häufig stressbedingte Überbeanscpruchung der Kiefermuskulatur führt zu Zähneknirschen und Gelenkproblemen. Dadurch kommt es zu einer unnatürlichen Nervenreizung, die als Rauschen oder Piepsen wahrgenommen werden kann. Teilweise können die betroffenen Patienten sogar eine Veränderung der Tonhöhe, je nach Kieferposition, wahrnehmen
 

Behandlung mit dem RelaxBogen


Mit dem RelaxBogen ist seit kurzem ein leicht anzuwendendes Medizinprodukt erhältlich, dass eine physiotherapeutische Behandlung imitiert und so Verspannungen in der Kiefermuskulatur lindern kann. Durch diese Entlastung kann sich auch der Tinnitus bessern.
Der RelaxBogen kann sowohl im Schlaf als auch am Tag flexibel eingesetzt werden und stellt eine einfach anzuwendende Ergänzung zu etablierten Therapieformen gegen Zähneknirschen und CMD dar.

Unter http://www.relaxbogen.de finden Sie weitere Informationen zum Produkt RelaxBogen bei Bruxismus und Craniomandibulärer Dysfunktion.

Donnerstag, 20. November 2014

Studie zur Tinnitusfrequenz

Tonaler Tinnitus, also Ohrgeräusche mit konstanter Frequenz, finden sich laut einer Studie von mynoise überwiegend im Bereich der hohen Frequenzen. Eine Untersuchung bei 163 Patienten zeigte eine nahezu lineare Abhängigkeit der Häufigkeit von der Höhe der Frequenz. Da die hohen Frequenzen auch von Alterungsprozessen und äußeren Schädigungen z.B. durch Lärm bevorzugt geschädigt werden, legt dies den Schluss nahe, dass ein tonaler Tinnitus überwiegend durch eine Schädigung der Sinneszellen im Innenohr verursacht wird.

Häufigkeit von tonalem Tinnitus in Abhängigkeit von der Tinnitusfrequenz

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Den Tinnitus akustisch unterdrücken

Bei einem tonalen Tinnitus, der nur einen bestimmten Frequenzbereich umfasst, lässt sich durch eine akustische Therapie dieser Frequenzbereich und damit auch der Tinnitus unterdrücken. Und das funktioniert so:

Der Tinnitus lässt sich als Frequenzband mit einer bestimmten Lautstärke darstellen. Solange der Tinnitus "alleine", also ohne andere Geräusche ist, wird er auf neuraler Ebene im Rahmen der Hörverarbeitung immer weiter verstärkt.
Dadurch kommt es unbehandelt zu einer Eskalation und Fixierung des Tinnitus analog einem Schmerzgedächtnis bei chronischen Schmerzen.


Fügt man ein neutrales Rauschen hinzu, wird der Tinnitus teilweise maskiert und von der Hörverarbeitung nicht mehr verstärkt, sondern unterdrückt (Noiser-Effekt). Bei längerer, regelmäßiger Anwendung lernt die Hörverarbeitung, auch den Tinnitus selbst zu unterdrücken (Habituation).
Dieses Prinzip findet in der klassischen Tinnitus-Retraining-Therapie Anwendung.



Schneidet man aus diesem Rauschen den Bereich der Tinnitusfrequenz aus und verstärkt die Nachbarfrequenzen kommt es zu einer zusätzlichen Unterdrückung des Tinnitus auf neuronaler Ebene (laterale Hemmung). Bei regelmäßiger Anwendung wird der Tinnitus hierdurch immer leiser. Beide Prinzipien werden bei der mynoise-Tinnitustherapie kombiniert.





Dienstag, 30. September 2014

Neue Patientenbroschüre mynoise



 Die neue Patientenbroschüre von mynoise passt sich im Format der CD an und informiert Patienten über die Wirkung der akustischen Tinnitustherapie von mynoise: Einfach auffalten!



Sonntag, 14. September 2014

Tinnitusanalyse

Unter Tinnitusanalyse versteht man die akustische Charakterisierung eines Ohrgeräusches. So können breitfrequente (z.B. Rauschen), schmalfrequente (z.B. Zischen, Sirren, Brummen) und tonale (z.B. Pfeifen, Piepsen) Ohrgeräusche unterschieden werden. Die Tinnitusanalyse wird mit Vergleichstönen durchgeführt, bei denen der Betroffene zunächst sein Geräusch beschreibt und dieses dann mit verschiedenen Geräuschen vergleicht. Dabei kann es insbesondere bei einem tonalen Tinnitus anfangs schwer sein, die richtige Frequenz zu bestimmen. Beim wiederholten Versuch ist es aber den meisten Betroffenen möglich, ihre Tinnitusfrequenz reproduzierbar zu bestimmen.

Sinn einer Tinnitusanalyse ist es, eine effektive akustische Tinnitustherapie einzuleiten. So helfen beim breitfrequenten Tinnitus Noiser, beim schmalfrequenten oder tonalen Tinnitus frequenzspezifische Verfahren, bei denen die Tinnitusfrequenz aus einem Rauschen ausgeschnitten und die Nachbarfrequenzen verstärkt werden.


Eine genaue Frequenzbestimmung beim schmalfrequenten oder tonalen Tinnitus ist z.B. auf der Webseite  http://www.mynoise.de/tinnitus-analyse.html möglich.

Dienstag, 9. September 2014

Schwindel und Tinnitus

Quelle: Hennig AM, Flörsheim
Schwindel und Tinnitus sind unspezifische Symptome und entstehen vor allem durch Erkrankungen des Innenohres. Bei einem gemeinsamen Auftreten beider Symptome ist also eine ausführliche Untersuchung beim HNO-Arzt erforderlich. Dies beinhaltet Hör- und Gleichgewichtsuntersuchungen und gibt in der Regel Aufschluss über die Ursache der Beschwerden.

Vor allem mit modernen Methoden wie VEMP und Kopfimpulstest lässt sich eine sichere Diagnose stellen.

Bei unklaren Fällen ist auch eine neurologische Abklärung erforderlich.


Die beiden häufigsten Diagnosen bei einem gemeinsamen Auftreten beider Symptome sind:

  • Akute Innenohrfunktionsstörung:

    Dies entspricht einem Hörsturz mit Beteiligung des Gleichgewichtsorgans und Tinnitus. Die Symptome treten plötzlich auf und bleiben über mehreren Tage unverändert bestehen. Durch spnontane Besserung oder Cortisongabe entwickelt sie sich dann in der Regel allmählich zurück, was aber mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Eine Rezidivgefahr besteht nur bedingt.
  • Endolymphhydrops:

    Hierbei kommt es zu einem plötzlichen Überdruck der Innenohrflüssigkeit mit Schädigung der Sinneshärchen. Die Symptome treten ebenfalls akut auf, bilden sich aber häufig schon nach wenigen Stunden wieder zurück. Treten solche Anfälle häufiger auf, spricht man von einem Morbus Meniere. Die Behandlung besteht in der akuten Phase ebenfalls in Cortisongaben. Bei immer wiederkehrenden Anfällen führt eine regelmäßige Betahistingabe zur Stabilisierung des Innenohres verhindert weitere Anfällen. Die früher üblichen operativen Verfahren sind heute Ausnahmefällen vorbehalten.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Diese Medikamente machen Tinnitus!

In jedem Beipackzettel findet man den Hinweis auf Nebenwirkungen und Tinnitus ist eine der am häufigsten genannten. Das liegt aber nicht an den Medikamenten, denn die können in den allermeisten Fällen garnicht zu einem Tinnitus führen, sondern einfach an der Häufigkeit des Symptoms. Denn egal ob durch das Medikament verursacht oder nicht: klagt ein Patient unter der Einnahme des Medikaments über einen neu aufgetretenen Tinnitus, muss es auf den Beipackzettel.

Aber es gibt auch ein paar häufig verabreichte Mittel, die tatsächlich Tinnitus verursachen können:

  • Acetylsalicylsäure (z.B.Aspirin)

    Hohe Dosen des Medikaments erzeugen regelmäßig Tinnitus. Niedrige oder vorübergehend gegebene Dosen, wie sie bei Kopfschmerzen oder zur Thromboseprophylaxe gegeben werden, dagegen selten. Da im Einzelfall Überempfindlichkeiten nicht auszuschließen sind, sollte aber auf jeden Fall der HNO-Arzt befragt werden, wenn es unter der Gabe von Aspirin zu einem Tinnitus kommt.
 
  • Aminoglykoside (z.B.Genatmycin)

    Die als Antibiotika in Tropfen- oder Tablettenform erhältichen Medikamente schädigen direkt die Sinneszellen im Innenohr und wurden früher gezielt zur Ausschaltung des Innenohres bei der Meniere´schen Krankheit eingesetzt. Da sie in vielen Ohrentropfen enthalten sind, können sie aber auch bei einem Trommelfelldefekt zu Schwerhörigkeit, Schwindel und Tinnitus führen. Vorsicht ist also in jedem Fall geboten

  • Diuretika (z.B. Furosemid)

    Die vor allem in der Blutdrucktherapie eingesetzten Entwässerungsmittel schädigen erst in hoher Dosierung das Innenohr. Vorsicht ist trotzdem angesagt, da es ähnlich wie bei Acetylsalicylsäure individuelle Unterschiede der Empfindlichkeit geben kann.

  • Platinhaltige Cytostatika (z.B. Cisplatin)

    Sie werden in der Chemotherapie bei bösartigen Erkrankungen angewendet und verursachen schon in den gebräuchlichen Dosierungen Innenohrschäden, so dass eine Überprüfung des Hörvermögens vor und nach Behandlung empfohlen wird. Auch Tinnitus kann in diesem Zusammenhang auftreten uns sollte zu einer Überprüfung des Therapieschemas führen, da die Schäden irreversibel sind.


Sonntag, 22. Juni 2014

Erse Hilfe bei akutem Tinnitus



Fast jeder hat es schon einmal erlebt: Plötzlich pfeift, zischt oder brummt es im Ohr und wenn der Ton  nicht schnell wieder weg geht, entsteht ein Gefühl von Hilflosigkeit und Panik. Dabei kann man durchaus selber etwas machen. Als erste Hilfe bei akutem Tinnitus hat sich die AAA-Regel bewährt: Abschalten, Ablenken, Abklären!

Abschalten
Bei akutem Tinnitus gilt die AAA-Regel
Tinnitus ist fast immer Ausdruck einer Überlastung des Innenohres oder der zentralen Hörverarbeitung. Belastungsfaktoren sind dabei vor allem Lärm, Stress und Verspannungen. Man hat "zu viel um die Ohren". Eine Reduktion dieser Belastungsfaktoren entlastet das Ohr und unterstützt eine schnellere Heilung. Also Lärm und Reizüberflutung vermeiden und Stress reduzieren. Da vor allem auch die Muskulatur im Bereich des Kiefergelenks und der Halswirbelsäule eine große Rolle spielt, kann eine Entspannung in diesem Bereich durch Wärme, Dehnübungen oder Bewegung  zu einer schnellen Reduktion des Tinnitus führen. 

Ablenken
Tinnitus macht Stress und Stress verstärkt den Tinnitus. Eine akustische Ablenkung ist daher von Anfang an ein wichtiger Therapiebaustein, um eine Eskalation oder eine Fixierung des Tinnitus auf neurologischer Ebene zu verhindern. Der Tinnitus sollte dabei nicht übertönt werden, sondern lediglich durch andere Geräusche durch die Hörverarbeitung geschmuggelt werden.

Abklären
Besteht der Tinnitus länger als einige Stunden, sollte er zeitnah von einem HNO-Facharzt abgeklärt und gegebenenfalls mit Medikamenten behandelt werden. Je nachdem, ob Vorerkrankungen bestehen und ob ein zusätzlicher Hörverlust oder Schwindel vorliegt, kommen dabei Cortison, Ginkopräparate oder Pentoxiphyllin in Frage. Darüber hinaus können so behandlungsbedürftige Erkrankungen festgestellt oder ausgeschlossen werden.

Autor: Dr.Uso Walter


Donnerstag, 29. Mai 2014

Neues vom Internationalen Tinnitusseminar in Berlin

Quelle: ITS 14
Vom 21. bis 24.Mai 2014 fand das XI. Internationale Tinnitusseminar in Berlin mit Fachleuten aus aller Welt statt. Neben Altbekanntem und mehr oder weniger Bewährtem in der Tinnitustherapie gab es auch ein paar neue Erkenntnisse und Trends zu entdecken. So rückt die zentrale Hörverarbeitung immer mehr in den Mittelpunkt des Interesses. In mehreren Vorträgen wurden die neurologischen, neuroendokrinologischen und  molekularbiologischen Grundlagen der Hörverarbeitung und des Tinnitusgeschehens beleuchtet, ohne dass sich hieraus allerdings bereits praktische Therapieansätze ergeben würden. Insbesondere medikamentöse Behandlungen des chronischen Tinnitus sind immer noch in weiter Ferne. Der Goldstandard bleibt damit die individuelle Kombination von entspannenden, psychologischen und akustischen Therapieverfahren nach ausführlicher Aufklärung des Patienten.

 Auch die wichtige Bedeutung der so genannten Neuroplastizität, also der Lernfähigkeit des Gehirns, für die Tinnitustherapie wurde in mehreren Vorträgen hervorgehoben. Hierauf basieren beispielsweise die akustischen Therapien des chronischen Tinnitus wie die notched noise-Technik oder die coordinates reset stimulation. Bei beiden Verfahren werden die Nervenzellen, die den Tinnitus übertragen, durch akustische Einwirkung "umprogrammiert" und der Tinnitus allmählich verlernt.

Susan Shore referierte über die enge Beziehung von Kiefergelenk und bestimmten Hörzentren, so dass hier ein Erklärungsmodell geliefert wurde, warum sehr häufig Kiefergelenksprobleme zum Tinnitus oder anderen otoneurologischen Störungen führen. Die Entspannung in diesem Bereich kann daher in vielen Fällen ein wichtiger Therapiebaustein sein und sollte grundsätzlich in Diagnostik und Therapie berücksichtigt werden.


Freitag, 9. Mai 2014

Tinnitus in der privaten Unfallversicherung

Während ein unfallbedingter Tinnitus in der Privaten Unfallversicherung (PUV) früher nicht entschädigt werden musste, gilt seit zwei Urteilen des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 23.06.2004 und 29.09.2004 (BGH IV ZR 130/03 und 233/03), dass ein Tinnitus, der auf einer unfallbedingten organischen Schädigung beruht sehr wohl entschädigt werden muss.

Nur bei nachgewiesenem orgnischen Schaden wird ein Tinnitus
in der privaten Unfallversicherung anerkannt und entschädigt

Eine organische Schädigung als Grundlage des Tinnitus wird immer dann vom Gutachter anerkannt , wenn eine  Schädigung des Innenohres oder des Hörnerven nachgewiesen werden kann. Ein solcher Schaden lässt sich sowohl mit subjektiven Testverfahren (Ton- und Sprachaudiogramm)als auch mit objektiven Methoden (Otoakustiche Emissionen, BERA, Impedanzmessung) belegen.



Da in der PUV nur irreversible Schädigungen bewertet werden, werden die psychovegetativen Folgen eines Tinnitus wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Depressionen oder Verspannungen allerdings in der Regel nicht anerkannt, da sie grundsätzlich reversibel, also einer Behandlung zugänglich sind.

Der Invaliditätsgrad durch den Tinnitus wird unabhängig von der Hörschädigung, die nach einer so genannten Gliedertaxe bewertet wird, in Prozent angegeben. Nach einem Vorschlag von Michel und Brusis (2006) errechnet sich der Invaliditätsgrad proportional zum Hörverlust, d.h. bei einer höhergradigen Hörschädigung wird auch der Tinnitus höher bewertet. Vorgeschlagen wird 1/10 der durch die Hörschädigung bedingten Invalidität.

Beispiel: Bei einem beidseitigen prozentualen Hörverlust von 20% durch ein Knalltrauma würde sich beispielsweise zunächst eine Invalidität von 12% aufgrund des Hörschadens und im Falle eine Tinnitus eine zusätzliche Invalidität von 1,2% ergeben. Die Gesamtinvalidität betrüge demnach 13,2%. Bei einer Versicherungssumme von 100.000,- Euro würde sich eine Entschädigungssumme von 13.200 Euro ergeben.

Literatur:
Feldmann H, Das Gutachten des Hals-Nasen-Ohren-Arztes, Stuttgart, New York 2013
Michel O, Brusis T, Zur Bewertung von Tinnitus als Körperschaden in der Privaten Unfallversicherung, Laryngo-Rhino-Otol 2006, 85: 1-10


Autor: Dr.Uso Walter

Montag, 31. März 2014

10 Tipps bei Tinnitus

Von Dr.Uso Walter      

1.    Stille vermeiden

Ein Tinnitus wird umso lauter wahrgenommen je stiller es ist, daher muss Stille unbedingt vermieden werden. Stille darf aber nicht mit Ruhe verwechselt werden, denn Ruhe entsteht erst durch Geräusche!


2.    In Bewegung bleiben

Tinnitus ist Stress und Stress verstärkt den Tinnitus. Daher sollten die Stresshormone schnellstmöglich wieder auf natürliche Art abgebaut werden: durch Bewegung!


3.     Geräusche zulassen

Häufig kommt es zu einer Geräuschempfindlichkeit bei Tinnitus. Das liegt an der gestörten Hörverarbeitung, die auch Störgeräusche verstärkt, statt sie zu unterdrücken. Schützt man sich davor, wird die Geräuschempfindlichkeit immer schlimmer. Also mit angenehmen Geräuschen anfangen und dann langsam steigern: Nur so lernt die Hörverarbeitung, Geräusche wieder zu unterdrücken!


4.    Besser hören

Jede Hörminderung sollte verbessert werden, denn ein schlecht hörendes Ohr verstärkt den Tinnitus: Also keine Angst vor Hörhilfen! Denn Hören heißt Dazugehören.


5.    Loslassen

Verspannungen im Kiefer- und Nackenbereich sind eine der häufigsten Ursachen für Ohrgeräusche und verstärken oft einen vorhandenen Tinnitus. Daher öfter mal ganz bewusst loslassen: Das entlastet das Ohr!


6.    Energie sparen

Wer mehr ausgibt als er einnimmt ist irgendwann pleite. Das gilt auch für die eigene Energie. Und ausgelaugt und kraftlos kann man sich noch schlechter gegen den Tinnitus wehren. Also Kräfte sparen und sich dafür lieber öfter mal was gönnen.


7.    Eigenverantwortung übernehmen

Wer sich immer als Opfer fühlt wird zum Opfer –  der eigenen Einstellung. Nur wer sein Schicksal aktiv in die Hand nimmt wird auf Dauer seinen Tinnitus bestimmen statt von ihm bestimmt zu werden.


8.    Ruhiger werden

Ruhe kann man lernen. Durch Entspannungstechniken, mentale Übungen und Meditation. Und je häufiger man es schafft, die unterbewussten Stress- und Angstreaktionen des Körpers bewusst wieder in den Griff zu bekommen, desto ruhiger wird man und desto ruhiger wird auch der Tinnitus.


9.    Sprechen

Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden. Und: Reden entlastet und Kommunikation ist eine der wichtigsten Möglichkeiten zur Stress- und Konfliktvermeidung und -bewältigung.


10.    Abschalten

Den Tinnitus kann man nicht einfach abschalten… aber auch das Abschalten von zu viel Arbeit, zu viel Fernsehen und zu viel Lärm entlastet unser Stresssystem. Und Stress ist der Lautstärkeknopf für den Tinnitus.


Sonntag, 23. Februar 2014

Patienteninformationen zum Thema Schwindel

Schwindel ist eines der häufigsten Symptome überhaupt und tritt vor allem auch in Verbindung mit Tinnitus und Schwerhörigkeit auf. Ein ausführlicher Patientenratgeber vom Bundesministerium für Bildung und Forschung informiert über die verschiedenen Ursachen, Symptome und Therapiemöglichkeiten. Dabei kommen die häufigsten Schwindelerkrankungen ausführlich zur Sprache und werden auch für Laien verständlich erklärt. Die 32-seitige Broschüre kann schriftliche angefordert werden (http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/2616.php) oder steht als pdf-download bereit:

https://www.bmbf.de/pub/der_schwindel.pdf

Auch im Blog webdoc-hno finden sich viele Artikel zum Thema Schwindel und auch ein Video zur richtigen Durchführung der Lagerungsmanöver beim gutartigen Lagerungsschwindel:

http://webdoc-hno.blogspot.de/


Freitag, 14. Februar 2014

Studie zur notched noise Therapie von Lugli

Für alle, auf die wissenschaftliche Texte in englisch nicht abschreckend wirken, hier eine wichtige Studie von Lugli et al. zur notched noise Therapie bei tonalem Tinnitus:

http://www.tinnitusjournal.com/imagebank/pdf/v15n1a05.pdf

... und für jeden zum einfachen Umsetzen gibt es die mynoise-CD:

www.mynoise.de

mynoise-CD: eine einstündige
frequenzspezifische Therapie
für den tonalen Tinnitus

Donnerstag, 6. Februar 2014

"Tinnitus - na und?!" jetzt bundesweit

Das vom HNOnet NRW und der Deutschen Tinnitusliga entwickelte Programm "Tinnitus - na und?!" soll in Zukunft bundesweit angeboten werden. Der Vorstandsvorsitzende des HNOnet NRW Dr.Walter, der Geschäftsführer der DTL Bergmann und der Präsident der DTL Albert waren die Referenten bei der Auftaktfortbildung für HNO-Ärzte am 01.02.14 in Duisburg. Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet wurden in das schon länger in NRW erfolgreich laufende Therapie-Programm zur Therapie von chronischem Tinnitus eingeführt. Dabei wurde auch auf die Notwendigkeit einer effektiven akustischen Therapie hingewiesen und die mynoise-Therapie vorgestellt. Infos zum Programm: www.doc-tinnitus.de

Sonntag, 19. Januar 2014

Frequenzprofil der mynoise-Therapie

Wie sieht eine sinnvolle akustische Therapie beim tonalen Tinnitus aus? Diese Frage lässt sich am besten mit dem Frequenzprofil der mynoise-Datei für 4 kHz zeigen:



  1. Das modifizierte braune Rauschen als Grundlage der Therapie (Noiser-Effekt)
  2. Die ausgeschnittene Tinnitusfrequenz bei 4 kHz (notched noise)
  3. Die Verstärkung benachbarter Frequenzen (laterale Hemmung der Tinnitusübertragung)
  4. Die binaural beats im Tieftonbereich (entspannender Effekt)



Freitag, 10. Januar 2014

mynoise online

Ab sofort ist die Web-Seite www.mynoise.de online! Damit steht für Patienten mit tonalem Tinnitus (Tinnitus, der seien Frequenz wenig oder garnicht ändert) eine individuelle akustische Tinnitus-Therapie zur Verfügung, die 3 verschiedene wissenschaftlich dokumentierte Verfahren kombiniert und den Betroffenen als einstündige MP3-Datei passend zu ihrer Tinnitusfrequenz auf CD zur Verfügung gestellt wird. Die Frequenzbestimmung kann interaktiv auf der Web-Seite oder beim HNO-Facharzt erfolgen.


Samstag, 4. Januar 2014

Akustische Neuromodulation - mal ganz einfach

 

Unbehandelt wird ein chronischer Tinnitus von der zentralen Hörverarbeitung immer weiter verstärkt




 

Durch neutrale, auf die Tinnitusfrequenz abgestimmte Geräusche wird der Tinnitus von der zentralen Hörverarbeitung zunehmend unterdrückt.




 

Auf Dauer wird der Tinnitus dadurch regelrecht verlernt bis er nur noch abgeschwächt oder garnicht mehr zu hören ist.