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Sonntag, 22. Juni 2014

Erse Hilfe bei akutem Tinnitus



Fast jeder hat es schon einmal erlebt: Plötzlich pfeift, zischt oder brummt es im Ohr und wenn der Ton  nicht schnell wieder weg geht, entsteht ein Gefühl von Hilflosigkeit und Panik. Dabei kann man durchaus selber etwas machen. Als erste Hilfe bei akutem Tinnitus hat sich die AAA-Regel bewährt: Abschalten, Ablenken, Abklären!

Abschalten
Bei akutem Tinnitus gilt die AAA-Regel
Tinnitus ist fast immer Ausdruck einer Überlastung des Innenohres oder der zentralen Hörverarbeitung. Belastungsfaktoren sind dabei vor allem Lärm, Stress und Verspannungen. Man hat "zu viel um die Ohren". Eine Reduktion dieser Belastungsfaktoren entlastet das Ohr und unterstützt eine schnellere Heilung. Also Lärm und Reizüberflutung vermeiden und Stress reduzieren. Da vor allem auch die Muskulatur im Bereich des Kiefergelenks und der Halswirbelsäule eine große Rolle spielt, kann eine Entspannung in diesem Bereich durch Wärme, Dehnübungen oder Bewegung  zu einer schnellen Reduktion des Tinnitus führen. 

Ablenken
Tinnitus macht Stress und Stress verstärkt den Tinnitus. Eine akustische Ablenkung ist daher von Anfang an ein wichtiger Therapiebaustein, um eine Eskalation oder eine Fixierung des Tinnitus auf neurologischer Ebene zu verhindern. Der Tinnitus sollte dabei nicht übertönt werden, sondern lediglich durch andere Geräusche durch die Hörverarbeitung geschmuggelt werden.

Abklären
Besteht der Tinnitus länger als einige Stunden, sollte er zeitnah von einem HNO-Facharzt abgeklärt und gegebenenfalls mit Medikamenten behandelt werden. Je nachdem, ob Vorerkrankungen bestehen und ob ein zusätzlicher Hörverlust oder Schwindel vorliegt, kommen dabei Cortison, Ginkopräparate oder Pentoxiphyllin in Frage. Darüber hinaus können so behandlungsbedürftige Erkrankungen festgestellt oder ausgeschlossen werden.

Autor: Dr.Uso Walter