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Dienstag, 9. September 2014

Schwindel und Tinnitus

Quelle: Hennig AM, Flörsheim
Schwindel und Tinnitus sind unspezifische Symptome und entstehen vor allem durch Erkrankungen des Innenohres. Bei einem gemeinsamen Auftreten beider Symptome ist also eine ausführliche Untersuchung beim HNO-Arzt erforderlich. Dies beinhaltet Hör- und Gleichgewichtsuntersuchungen und gibt in der Regel Aufschluss über die Ursache der Beschwerden.

Vor allem mit modernen Methoden wie VEMP und Kopfimpulstest lässt sich eine sichere Diagnose stellen.

Bei unklaren Fällen ist auch eine neurologische Abklärung erforderlich.


Die beiden häufigsten Diagnosen bei einem gemeinsamen Auftreten beider Symptome sind:

  • Akute Innenohrfunktionsstörung:

    Dies entspricht einem Hörsturz mit Beteiligung des Gleichgewichtsorgans und Tinnitus. Die Symptome treten plötzlich auf und bleiben über mehreren Tage unverändert bestehen. Durch spnontane Besserung oder Cortisongabe entwickelt sie sich dann in der Regel allmählich zurück, was aber mehrere Wochen in Anspruch nehmen kann. Eine Rezidivgefahr besteht nur bedingt.
  • Endolymphhydrops:

    Hierbei kommt es zu einem plötzlichen Überdruck der Innenohrflüssigkeit mit Schädigung der Sinneshärchen. Die Symptome treten ebenfalls akut auf, bilden sich aber häufig schon nach wenigen Stunden wieder zurück. Treten solche Anfälle häufiger auf, spricht man von einem Morbus Meniere. Die Behandlung besteht in der akuten Phase ebenfalls in Cortisongaben. Bei immer wiederkehrenden Anfällen führt eine regelmäßige Betahistingabe zur Stabilisierung des Innenohres verhindert weitere Anfällen. Die früher üblichen operativen Verfahren sind heute Ausnahmefällen vorbehalten.

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