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Mittwoch, 30. Dezember 2015

Erste Hilfe bei Knalltrauma durch Silvesterkracher

Schön, aber nicht ungefährlich: Silvesterfeuerwerk (Quelle: Wikipedia)
Alle  Jahre wieder kommen die Raketen nieder... was eigentlich der Begrüßung des neuen Jahres und dem Austreiben böser Geister gilt, ist für das Innenohr höchst gefährlich. Denn die Haarzellen sind sehr empfindlich gegenüber so genanntem Impulslärm und bereits die Explosion eines einzelnen Knallers in zu großer Nähe kann zu irreversiblen Schäden führen. Dabei muss man nicht einmal selbst unvorsichtig sein. Es reicht, wenn der alkoholisierte Nachbar sein Feuerwerk nicht unter Kontrolle hat. Deswegen ist Prävention in Form von Gehörschutz durchaus angebracht, um den Silvesterabend schadlos zu überstehen.

Was aber tun, wenn es zu spät ist und es zu einem Knall- oder gar Explosionstrauma gekommen ist? Dann ist durchaus Eile geboten, denn neben den irreversibel geschädigten Sinneszellen, für die eh jede Hilfe zu spät kommt, gibt es auch solche, die sich erholen können. Jeder, der nach einem lauteren Konzert schon einmal mit einem Pfeifen im Ohr ins Bett gegangen ist, weiß, dass dieses zum Glück am nächsten Morgen häufig wieder verschwunden ist. Und diese spontanen Erholungsvorgänge kann man medikamentäs unterstützen Und zwar mit Cortison. Als körpereigenes Stresshormon führt es unter anderem zu einer Abschwellung im Innenohr und begünstigt damit die Heilung. Da eine kurzfristige Cortison-Gabe in ausschleichender Dosierung kaum Nebenwirkungen macht, sollte man bei einer leichteren Hörminderung oder einem Tinnitus, der sich nach 24 Stunden nicht von alleine zurückbildet, zum HNO-Artz gehen, der nach entsprechender Diagnostik ein Rezept ausstellen kann. Bei schwereren Hörverlusten sollte allerdings früher ein Arzt aufgesucht werden.

Also: Guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr! 

Dienstag, 22. Dezember 2015

Klangökologie - Soundscapes aus der Natur

Nicht nur Arten und Naturräume sterben aus, sondern mit ihnen auch die Naturklänge. Bereits seit den 60er Jahren nehmen daher Klangforscher möglichst exakte Soundscapes auf: 3D-Klänge aus der Natur, die den Hörer in den jeweiligen Naturraum versetzen. Ob im Regenwald oder am Korallenriff - die Klänge, die dabei augenommen werden, sind faszinierend und fremd zugleich. Und auch die Wissenschaft interessiert sich für das Gebiet. So ergaben die Sonogramme der aufgezeichneten Klänge aus dem Regenwald in Borneo, dass jede Spezies ihren eigenen Frequenzraum hat, um sich so in der komplexen Klangwelt sich ständig überlagernder Geräusche untereinander verständigen zu können. Bernie Krause, einer der ersten Pioniere der Klangaufzeichnungen sieht hier Paralleln zu einer Symphonie, bei der sich auch die Klänge der verschiedenen Instrumente auf unverwechselbare Art überlagern.


Quelle: Webseite der FAZ
Zu hören gibt es Proben solcher Soundscapes jetzt bei der FAZ: http://www.faz.net/aktuell/wissen/natursymphonie-so-knistert-ein-korallenriff-13957242.html

Auf dem Land, Unter Wasser, Mysterien, Lärm, Umwelt und Kunst sind die angebotenen Kategorien.



 Und welches Geräusch vermissen Sie schon seit längerem? Das Klappern der Schreibmaschine vielleicht? Das Pfeifen Eines Teekessels? Schade jedenfalls, dass es nicht auch historische Klangaufnahmen gibt!

Autor: Dr.Uso Walter

Dienstag, 15. Dezember 2015

Die Tinnitus-Formel

Tinnitus ist nie immer gleich laut und lästig, sondern kann sich täglich, stündlich und manchmal sogar minütlich verändern. Das liegt dann aber in der Regel nicht daran, dass die Ursache für den Tinnitus mal mehr oder weniger schlimm ist, sondern vor allem an den beiden Faktoren Stress (und hiermit verbunden auch eine muskuläre Verspannung im Bereich der Kiefergelenke) und Umgebungsgeräusche. Wie diese beiden Faktoren den Tinnitus beeinflussen kann man annähernd in einer einfachen Formel veranschaulichen:

 

                                                                                                Stresslevel
aktuelle Tinnituslautheit = Tinnitus-Grundlautstärke  x  -----------------------------
                                                                                           Umgebungsgeräusche


Steigt also der Stresslevel, wird der Tinnitus lauter, sinkt der Stresslevel wird er leiser. Umgekehrt wird er bei mehr Umgebungsgeräsuchen leiser und bei weniger Umgebungsgeräuschen lauter.

Aber stimmt die Formel auch? Und gibt es noch andere Beeinflussungen?? 

Wir freuen uns über jeden Kommentar und jede Antwort und werden berichten!! Auch gerne per Mail an info@mynoise.de

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Stress und Tinnitus: Aktuelles vom Tinnitussymposium in Berlin

Am 05.Dezember war es wieder so weit: Schon zum 17.Mal fand das traditionelle Tinnitussymposium der Charité in Berlin statt. Nationale und internationale Experten berichteten in hochkarätigen Vorträgen über die neuesten Forschungsergebnisse zum Thema Tinnitus und stellten sich den Fragen aus dem Publikum.

Frau Prof. Mazurek eröffnet das 17.Tinnitussymposium

Dabei ging es immer wieder um die Frage, welche therapeutischen Ansätze erfolgversprechend sind und wie man dies in Studien auch zeigen kann. Gleich im ersten Vortrag ging Prof.van Dijk aus Rotterdam auf die wichtige Rolle der zentralen Hörverarbeitung ein und erklärte das Phänomen Tinnitus mit einer erhöhten oder zu synchronen Aktivität von Nervenzellen, z.B. auch als Folge eines Hörverlustes. Gleichzeitig hob er die Rolle von Stress als Hauptverstärker des Tinnitus hervor.

Prof. van Dijk erläutert die Ergebisse seiner Studien

Prof. McKenna aus London erklärte die häufige Eskalation und Hierdurch bedingten, starken Leidensdruck beim chronischen Tinnitus aus psychologischer Sicht. So führe die bewusste Wahrnehmung und negative Bewertung des Tinnitus zu Stressreaktionen, die wiederum die negativen Gedanken verstärken würden. Weiter verschlechtert würde die Situation häufig durch vorgefertigte, negative Meinungen, die im Sinne eines Vorurteils die Heilung verzögern oder unmöglich machen würden. Eine Verhaltenstherapie, die bei diesem "catastrophic thinking" ansetzt und die Denkmuster durchbricht, könnte daher in vielen Fällen zu einer Besserung führen.

Der Eingang zum Sitzungssaal im Kaserin-Friedrich-Haus

Auch die Gastgeberin Frau Prof.Mazurek berichtete über Stress als Ursache für Tinnitus und erklärte dies auf zellulärer Ebene mit Veränderungen der Mitochondrien, die für die Energiegewinnung der Zelle eine wichtige Rolle spielen. Stress behindert demnach eine reguläre Funktion der Mitochondrien in den Haarzellen im Innenohr und führt zu einem schnelleren Absterben der Sinneszellen. Hier spielen auch genetische Faktoren eine wichtige Rolle. Zellschützend würden Vitamin B12, Co-Enzym Q10 und Magnesium wirken, weshalb sie auch eine positive Wirkung bei Tinnitus beobachtet hätte, ohne dass es hierzu allerdings bisher belastbare Studien gäbe.

Als Resumee der Veranstaltung konnten die knapp 200 Gäste mitnehmen, dass die wichtigsten Therapieansätze beim chronischen Tinnitus in einer Hörverbesserung, einer Stressreduktion und einer Verhaltenstherapie bestehen.

Weitere Informationen zum Thema Therapie des chronischen Tinnitus finden Sie auch hier: http://www.mynoise.de/ebook-webinare/ebook.html

Autor: Dr.Uso Walter

Dienstag, 1. Dezember 2015

Tinnitus in der Tradionellen Chinesischen Medizin

Schon in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist ein Ohrenklingeln oder -rauschen bekannt und wird durch bestimmte energetische Ungleichgewichte erklärt. Hieraus ergeben sich auch heute noch interessante Therapieansätze, die in dem kurzen Erklärvideo von Dr.Uso Walter leicht verständlich dargestellt werden.

Weitere Videos zum Thema Tinnitus gibt es bei http://www.mynoise.de/ebook-webinare/webinare.html

Und wenn es Wünsche zu einem bestimmten Thema gibt, dann einfach mailen: info@mynoise.de!

Donnerstag, 26. November 2015

Wie man trotz Tinnitus entspannt - der Tinnitusreport 2015

Eine online-Umfrage bei 116 Patienten mit chronischem Tinnitus brachte teilweise überraschende Ergebnisse. So informieren sich inzwischen mehr Patienten über das Internet über ihre Erkrankung als beim HNO-Arzt. Mit großem Abstand folgen die Ratgeberliteratur und der Hausarzt und am schlechtesten schneiden die Kliniken ab, denen scheinbar nicht viel Kompetenz bei der Behandlung eines chronischen Tinnitus zugetraut wird.

Für die Betroffenen vor allem interessant ist aber die Frage nach den besten Entspannungsmethoden. Hier stehen keinesfalls die Favoriten wie Yoga und autogenes Training auf den vorderen Plätzen. Sie landen vielmehr abgeschlagen auf einem enttäuschenden fünften und damit vorletzten Platz. Nur das Lesen schneidet hier noch schlechter ab. Das Rennen machen ganz eindeutig akustische Ablenkungen, allen voran Naturgeräusche, knapp gefolgt von Musik.

Erklärlich ist dies natürlich mit der Neutralisierung des Tinnitus, der vermischt mit anderen Geräuschen wesentlich weniger nervt. Außerdem beruhigen gerade Naturgeräusche sehr schön das vegetative Nervensystem und wirken als eine Art natürlicher Noiser.

Aber auch die Bewegung schneidet mit einem dritten Platz nicht schlecht ab, baut man hiermit doch Spannungen und Stress auf ganz natürliche Art ab und kommt so auf dem Umweg über die körperliche Belastung zur Ruhe.

Bedenkt man die Rolle, die Verspannungen des Kiefergelenks und des Schulter-Nacken-Bereiches häufig bei der Entstehung oder Verschlimmerung eines Tinnitus spielen, kann die wichtige Rolle von Bewegung, und hier vor allem Bewegung der unteren Körperhälfte, gut nachvollzogen werden.

Fragt man weiter, welche Naturgeräusche am entspannendsten sind, fahren die Wassergeräusche Meeresrauschen, Regengeräusche und Bachplätschern einen Dreifach-Sieg ein. Ganz eindeutig bevorzugen Tinnitus-Patienten diese breitfrequenten und gleichzeitig monoton beruhigenden Geräusche, die schon aus akustischen Gründen sehr gut geeignet sind, den eigenen Tinnitus im wahrsten Sinne des Wortes darin zu ertränken.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es übrigens schon immer eine sehr enge Beziehung zwischen Wasser und Ohr. Beides gehört zur Nierenenergie und die jetzt durchgeführte Umfrage scheint den schon vor 4000 Jahren postulierten Zusammenhang ganz aktuell wieder einmal zu bestätigen. In der TCM wird eine bestimmte Art von Tinnitus auch mit einem Mangel an Nierenenergie erklärt. Und die Nierenenergie kann man unter anderem mit Wassergeräuschen unterstützen.

Insgesamt zeigt die Umfrage, dass der online-Bereich bei der Beratung von Patienten mit chronischen Erkrankungen immer wichtiger wird und die Rolle klassischer und politisch vorrangig geförderter Institutionen wie Hausarzt oder Klinik nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Problematisch dabei sind die sehr großen qualitativen Unterschiede der Beratungsangebote. Hier ist es häufig für den Betroffenen schwierig, zwischen seriösen und unseriösen Seiten zu unterscheiden.

Bei der Behandlung eines chronischen Tinnitus bestätigt sich die Erfahrung, dass akustische Threapieverfahren und Bewegung am besten geeignet sind, eine Entspannung herbeizuführen. Etwas paradox formuliert gilt also:

Entspannung durch Bewegung

Ruhe durch Geräusche


Autor: Dr.Uso Walter

Montag, 23. November 2015

Mynoise gewinnt deutsches Finale von Get in the Ring



Im Rahmen der Gründermesse Die Initiale in Dortmund fanden die diesjährigen Battles des internationalen Businesswettbewerbs Get in the Ring statt. Die deutschen Finalisten in der Leichtgewichtsklasse, mynoise aus Duisburg und Manugoo, standen sich dabei, den Grundsätzen von Get in the Ring folgend, in einem stilisierten Boxring gegenüber. Jeder der Kontrahenten hatte in der ersten Runde, die professionell mit einem Gong eingeleitet wurde, genau eine Minute Zeit, um die dreiköpfige Jury von seiner Geschäftsidee zu überzeugen. Das Team von Manugoo erläuterte, Produktideen ihrer Kunden gegen eine Gewinnbeteiligung herzustellen und auf den Markt zu bringen. Dr.Uso Walter von mynoise konterte mit einer frequenzspezifischen, akustischen Tinnitus-Therapie, die in den nächsten zwei Jahren zu einer kompletten online Tinnitus-Therapie ausgebaut werden soll. In den folgenden Runden durfte jede der Parteien zu den Themen Team, Erfolge, Marktchancen und Finanzen jeweils 30 Sekunden Stellung nehmen und hatte dann noch einmal 30 Sekunden Zeit, in einem abschließenden Statement zu punkten. 

Die drei Siegerteams von Solvoluta, mynoise und Scavix

Nach dem Schluss-Gong, der den spannenden Schlagabtausch beendete, entschied sich die Jury mit 2 zu 1 Stimmen für mynoise als den diesfährigen Champion of Get in the Ring Germany. Als Gewinner vertritt mynoise Anfang des Jahres Deutschland beim europäischen Finale in London gegen die internationale Konkurrenz. Sollte mynoise auch hier als Sieger aus dem Ring gehen, winkt das Finale in den USA, wo bis zu 1 Millionen Euro Investorengelder locken.

In einem Interview nach der Siegesehrung betonten die Gründer, dass das jetzige Gesundheitssystem gerade bei chronischen Erkrankungen wie Tinnitus häufig überfordert sei und daher digitale Lösungen für die medizinische Versorgung immer wichtiger würden. Zurzeit bietet die Firma mynoise auf ihrer Webseite www.mynoise.de neben der frequenzspezifischen akustischen Tinnitustherapie auch eine kostenlose Beratung für Tinnitus-Betroffene in Form eines eBooks, eines Web-Blogs und mehrerer Webinare an. Im Dezember erscheinen die binnibeats, eine akustische Einschlaf- und Entspannungshilfe nicht nur für Tinnitus-Patienten und für nächstes Jahr sind eine Hörtrainings-App und eine kognitive Verhaltenstherapie geplant.

Sonntag, 1. November 2015

Achtsamkeitsübung gegen Stress

Der erste Schritt zur Entspannung ist das Erkennen von Anspannung. Und das fällt nicht jedem leicht. Denn viele Symptome fallen einem im Alltag gar nicht mehr auf und sind längst selbstverständlich geworden. Dabei könnte ein rechtzeitiges Wahrnehmen von Beschwerden rasch zu deren Besserung führen. Aber Achtsamkeit gegenüber sich selbst will gelernt sein.
 Die Techniker Krankenkasse bietet hierfür jetzt ein gut zwanzigminütiges Übungsvideo, den Body-Scan, zum kostenlosen Download an. Also nehmen Sie sich die Zeit und achten Sie mal wieder auf sich selbst:

http://www.tk.de/tk/enstpannungstechniken/meditation/mp3-body-scan/612168

Und was gegen den Stress hilft, erfahren Sie hier:

https://www.youtube.com/watch?v=gs2Zl1y_zFI&feature=youtu.be

Freitag, 2. Oktober 2015

Was Sie schon immer über Tinnitus wissen wollten: Tinnitus-Webinare für Patienten mit chronischen Tinnitus



Wissen ist Macht. Und gerade bei chronischen Erkrankungen ist es für die Betroffenen besonders wichtig, über ihre Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten optimal informiert zu sein. Daher gibt es jetzt von mynoise, der Plattform für Tinnitus-Patienten 8 online-Webinare zu verschiedenen Aspekten der Behandlung eines chronsichen Tinnitus. Und das kostenlos! Also reinhören, lernen und weiterempfehlen!



Tinnitus-Webinar 1 – Einführung Tinnitus-Therapie:

Tinnitus-Webinar 2 - Akustische Tinnitus-Therapie:
https://www.youtube.com/watch?v=2jZ8yq6UBEc

Tinnitus-Webinar 3 – Hörverbesserung:
https://www.youtube.com/watch?v=Gjl_4MzJHbM

Tinnitus-Webinar 4 – Hyperakusis:
https://www.youtube.com/watch?v=Roz3FvozZ_0

Tinnitus-Webinar 5 – Stressbewältigung:
https://www.youtube.com/watch?v=gs2Zl1y_zFI&feature=youtu.be

Tinnitus-Webinar 6 – Energie:
https://www.youtube.com/watch?v=0_vIThNW1Zk

Tinnitus-Webinar 7 – Schlafen:
https://www.youtube.com/watch?v=qDX_ygwuKys

Tinnitus-Webinar 8 - Bewegung:
https://www.youtube.com/watch?v=w7i93JDTdr4

Freitag, 4. September 2015

Mit Nadeln gegen Tinnitus?



Stress macht Tinnitus und chronischer Tinnitus ist ein starker Stressfaktor. So entsteht der typische Teufelskreis, aus dem es so schnell kein Entrinnen gibt. Seriöse Tinnitus-Therapiekonzepte beinhalten daher neben akustischen Maßnahmen, die die die Hörverarbeitung beeinflussen und den Tinnitus unterdrücken, immer auch Entspannungsverfahren, die den Stresslevel senken und dadurch helfen, den Teufelskreis zu durchbrechen.

Akupunktur hilft bei der Eigenregulation
Und hier gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, die von Fall zu Fall unterschiedlich gut helfen. Neben mehr Bewegung zum Abbau von Spannungen und den klassischen Entspannungstechniken wie Yoga oder Qi Gong kommen auch ein verbesserter Umgang mit Stress sowie regulative Therapieverfahren in Frage. Und hier kommt die Akupunktur ins Spiel. Mit dieser Jahrtausende alten Technik lassen sich nämlich Spannungen im Körper sehr schnell lösen und zwar sowohl innere Anspannungen als auch muskuläre Verspannungen. Diese können nämlich ebenfalls einen Tinnitus verschlechtern oder sogar verursachen. So ist bei sonst hörgesunden, jungen Patienten eine stressbedingte Kiefergelenksverspannung die häufigste Ursache für Tinnitus überhaupt. Durch das Stechen der richtigen Akupunkturpunkte werden solche Blockaden aber ohne Nebenwirkungen wieder gelöst und das vegetative Nervensystem wieder ins Gleichgewicht gebracht. Und das hat einen positiven Effekt auf den Tinnitus, der als weniger laut und lästig empfunden wird. 

Die Akupunktur kann also keineswegs einen Tinnitus beseitigen und sie beeinflusst auch nicht direkt das Ohr oder die Hörverarbeitung, durch ihren entspannenden Effekt kann sie aber den Tinnitus indirekt positiv beeinflussen und ist daher trotz oder vielleicht sogar wegen ihres hohen Alters ein wertvoller Baustein im Rahmen einer modernen, multimodalen Tinnitustherapie.

Weitere Informationen zum Stressabbau gibt es bald auch in einem mynoise-Webinar auf der Webseite: www.mynoise.de