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Donnerstag, 2. Juli 2015

Jeder Mensch hat Tinnitus!

Jeder Mensch hat Tinnitus - die meisten merken es nur nicht. Das liegt daran, dass die Sinneszellen im Innenohr, die so genannten Haarzellen, von Geburt an nach und nach kaputt gehen und auch nicht mehr nachwachsen. Aufgabe der Haarzellen st es, den Schall in einen elektrischen Impuls für den Hörnerven umzuwandeln. Gehen Sie kaputt, kommt es zu irregulären Erregungen des Hörnerven und das kann sich als Tinnitus bemerbar machen. Ob das passiert hängt davon ab, ob die Hörverarbeitung den störenden Reiz unterdrückt oder ihn verstärkt. Und das ist wiederum von verschiedenen Faktoren abhängig. 

Bei einem allmählichen Hörverlust gewöhnt sich die Hörverarbeitung schon während der Entstehung an die irregulären Erregungen und unterdrückt diese. Daher haben die meisten älteren schwerhörigen Patienten keinen Tinnitus.

Plötzliche Hörverluste
führen oft zu Tinnitus
Bei einem plötzlichen Hörverlust, z.B. nach einem Hörsturz oder einem Knalltrauma, wird das Störgeräusch dagegen als potenziell bedrohlich von der Hörverarbeitung eingestuft und folgerichtig verstärkt. Der Tinnitus ist dann besonders laut zu hören und bei bleibenden Innenohrschäden nur mit einer akustischen Tinnitustherapie, die die Hörverarbeitung dazu bringt, den Tinnitus zu unterdrücken, wieder in den Griff zu bekommen.

Stress bringt die Hörverarbeitung ebenfalls dazu, alle Geräusche zu verstärken, so dass hierdruch manchmal ein Tinnitus hörbar wird, der zwar schon lange da war, aber bisher unterdrückt wurde. In diesen Fällen kommt es häufig auch zu einer begleitenden Geräuschüberempfindlichkeit. Hier ist therapeutisch neben der akustischen Tinnitustherapie vor allem eine vegetative Entspannung und eine Stressreduktion hilfreich.

Es gilt also: Tinnitus hat jeder, die Kunst ist, ihn nicht zu hören!

Weitere Infos finden Sie in dem kostenlosen e-book "Chronischer Tinnitus - eine Gebrauchsanweisung" von Dr.Uso Walter: www.mynoise.de

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